TIROL: Das Herz der Alpen

Majestätische Berggipfel, der goldene Wanderherbst und schneereiche Winter. Tirol steht seit jeher für ein intensives Alpenerlebnis. Für Genuss auf höchstem Niveau, sowie für ein aktives Lebensgefühl in und mit der Natur. So wie es eben nur in Tirol spürbar ist. Im Herzen der Alpen. (Titelbild: © GRAFIKZLOEBL)

Hermann Huber präsentiert stolz seine Handarbeit.
© Ronald Lorenz

Genuss vom Berg
Das Paznauntal im Südosten Tirols. Berühmt durch den Wintersport-Hotspot Ischgl. Geliebt und geschätzt aber auch wegen seiner archaischen Einsamkeit, der Ruhe und dem Frieden abseits der Pisten, weit weg von Trubel und Seilbahnen. Irgendwo zwischendrin, da hat Herman Huber seit mehr als 20 Jahren nichts als Käse im Kopf.

Im Tal führt der Gastronom in zweiter Generation und dazu auch noch sehr erfolgreich die sechs Huber Hotels. Allesamt liegen sie in der Bergwelt Westtirols. Auf luxuriösem Niveau, mit perfekter Kulinarik und charmantem, alpinem Ambiente. In Galtür ist der umtriebige Hotelier sogar Chefkoch im Hotel Almhof, wo er mit dem wachsenden Qualitätsanspruch der Verbraucher konform geht und kurzerhand den Käse für seine Gäste selbst produziert. Der leidenschaftliche Käsemeister betreibt eine Alpe – die Alpe Faulbrunnalm gemeinsam mit seinen Söhnen Patrick und Phillipp auf über 1700 Metern, hoch über Galtür. Wo aus acht bis dreizehn Litern Milch ein Kilogramm Hart-, Schnitt, Weich- und sogar Ziegenkäse hergestellt wird.

Der Stall ist im Laufe der Jahre auf 30 Milchkühe angewachsen. Frische Kräuter und Gräser stehen hier auf dem Speiseplan, sie wachsen in der natürlichen Umgebung und selbst im langen Winter, den die Kühe in den Stallungen im Tal verbringen, werden sie mit dem Heu der Almwiesen gefüttert. Das verleiht ihrer Milch einen einzigartigen Geschmack. 

Berggenuss auf voller Bandbreite. Auf der Gottschaunalm.
© Nationalpark Hohe Tauern | Johannes Geyer

Mit seinem Käse räumt Hermann Huber sogar regelmäßig Preise und Auszeichnungen ab. Bei internationalen Wettbewerben gewonnene Gold-, Silber,- und Bronzemedaillen zieren seine Käserei und als Initiator der Genussregion Paznaun weiß Huber ganz besonders, was Gäste in der Region erwarten. Die Verschmelzung von sanftem Tourismus und naturverbundener Landwirtschaft. Qualitativ hochwertigste Erzeugnisse. Und den leckeren Geschmack des Paznauntals. 

Noch uriger geht’s im Virgental zu. Hier im Nationalpark Hohe Tauern verwöhnt Anni Gsaller ihre Gäste ausschließlich mit Produkten aus eigener Herstellung. Und das auf beeindruckenden 1946 Metern! Irgendwo zwischen dem Großglockner, höchstem Berg Österreichs, und dem Großvenediger, schmiegt sich ihre unscheinbare Hütte an den Südhang – die Gottschaunalm. Speck, Butter, Krapfen, Käse, Joghurt, selbst gemachte Säfte sowie Buttermilch können die Gäste in einfachen 90 Minuten erwandern. Selbst Kinder meistern den Anstieg ohne Schwierigkeiten und genießen nach den bewältigten Höhenmetern nicht nur allerlei Tiroler Leckereien und ein echtes Almleben, sondern auch ein grandioses Panorama.

© TirolWerbung | ATTIC FILM

Bergmomente
Tirol lebt aber nicht nur vom archaischen, harten Leben am Berg, von sonnenverbrannten Holzhütten und Alpenromantik. Tirol schafft den Spagat zwischen Althergebrachtem und luxuriösem Lifestyle, ganz ohne dabei den Bogen zu überspannen. Erwähnenswert sind hier die Haubenrestaurants, die ganz oben mitspielen – weit über der 2.000-Meter-Marke. 

Kuhfelle, Holz und Glas verschmelzen im Alpenhaus bei Ischgl zu einem harmonischen und stilvollen Ambiente. Das offene Feuer im Kamin und die wunderschöne Bergkulisse vor den Panoramafenstern laden zum Verweilen, zum Träumen ein. Wer möchte, tritt noch dem VIP-Club bei, verleiht seinem Winteraufenthalt damit die Extrabrise Luxus. Noble Servicedienstleistungen verwöhnen die Mitglieder: Nie wieder in der Schlange stehen. Brandneue Skimodelle testen – als erstes, vor allen anderen. Und Top-Event miterleben, natürlich von der VIP-Lounge aus. Mitglieder wie Paris Hilton, Nicole Scherzinger und Dieter Bohlen zeigen gut, was in Tirol mit VIP gemeint ist.

Auf 2300 Metern, hoch über Ischgl, da liegt charmant und edel das Restaurant Alpenhaus.

Aber auch um Ischgl herum lassen sich besondere Bergmomente erleben. Beispielsweise im modernen Bau, der »größten Schuhschachtel der Alpen«: in Addis Abeba(r). Inmitten des Galtürer Skigebietes sticht das kantige Gebäude deutlich heraus. Oder in der romantischen Skybar des Restaurants Gratli in See. Im kristallförmigen Glasbau schmecken warme Germknödel mit Vanillesoße oder das Tiroler Bauerngröstl noch besser. Ob es am grandiosen Ausblick liegt, weit in das Paznauntal hinein und sogar noch darüber hinaus?

Das etwas andere Hüttenfeeling kann man auf der Umbrüggler Alm nördlich von Innsbruck erleben. Sie liegt, einfach zu erreichen, auf etwas über 1100 Metern in der Nordkette. Das ist nicht wirklich hoch, reicht aber aus, um einen grandiosen Blick über die Hauptstadt Tirols zu werfen. Ihr Inneres besticht durch ihr avantgardistisches Design, das trotzdem Gemütlichkeit ausstrahlt. Da ist er wieder, der Kontrast Tirols. Berghütte 2.0!

Einer der vielen traditionellen Weihnachtsmärkte Tirols: In Seefeld.
© Heinz Holzknecht

Im oberen Inntal, hoch über Fiss, da lässt sich sogar der ultimative Bergmoment erleben. Ja-sagen auf 2600 Metern? Kein Problem: Im Crystal Cube. Einem schräg in die Luft ragenden, postmodernen und komplett verspiegelte Glaswürfel. Dem wohl außergewöhnlichsten Standesamt weit und breit. Hoch über den Wolken, ist der Würfel aber auch die Gourmet-Adresse für alle Feinschmecker in Serfaus-Fiss-Ladis. Variantenreiches Fingerfood, Austern, Tartar vom Fisser Grauvieh und Champagner – 360-Grad-Rundumblick inklusive. In ganz privater Atmosphäre. Nur die Reservierung sollte man nicht vergessen: Im Luxus-Glaswürfel finden lediglich acht Personen Platz. 

Der Crystal Cube. Exklusives Restaurant, Blickfang und das wohl außergewöhnlichste Standesamt der Region.
© http://www.foto-mueller.com

Bergleben
Derartig ausgefallene Locations gibt es in Tirol viele zu entdecken. Doch was genau steckt eigentlich hinter den leckeren Köstlichkeiten, der modernen Architektur und hinter den extravaganten Feriendomizilen? Woher kommt das alles? Wo schlägt das Herz der Alpen wirklich?

Um diese Frage zu beantworten, eignet sich die kalte Jahreszeit besonders gut. Tirols Kontraste werden dann besonders deutlich und kaum woanderes sind sie so kristallklar zu sehen wie in Osttirol. Einstiger Werbeslogan eines besonders stillen Bergtales: „Kommen Sie zu uns, wir haben nichts!“ Und genau in diesem Nichts, schnürt Franz Senfter lediglich einige Meter Schnur um einen Holzrahmen, so, wie es schon vor hunderten von Jahren gemacht wurde. Das Ergebnis sind echte Villgrater Schneereifen – Schneeschuhe! Auf ihnen lässt sich die Winterwelt der Alpen auf ganz besonders achtsame Weise erleben. Die wohl authentischste und älteste Fortbewegungsart im Schnee, das Schneeschuhwandern, kommt mehr und mehr in Mode. Doch erst dank Senfters Handarbeit wird das Erlebnis zur Zeitreise, zurück zu den Ursprüngen des Berglebens.

Im stillen Villgratental wird hochwertigste Wolle produziert: Echte Villgrater Natur!
© TirolWerbung | Bert Heinzlmeier

Eine Familie, die genau weiß, wo das Herz Tirols schlägt, lebt und arbeitet ebenfalls im Villgratental. Genauer am Lahnberg, auf 1500 Metern: Die Familie Schett. Immer im Einklang mit dem alpinen Naturraum und seiner gesamten Wertschöpfungskette. Seit sage und schreibe 600 Jahren. Auch Josef Schett wuchs zwischen den ruhigen Bergspitzen und steilen Hängen des Tales auf, seine Verbundenheit zur Heimat ließ ihn bleiben und weckte das Interesse für ein beinahe ausgestorbenes Handwerk mit ursprünglichen Produktionsprozessen. Er übernahm den elterlichen Bergbauernhof und stellte damit den Betrieb auf Schafzucht um. Er vermarktet Lammfleisch und Schafmilchprodukte an die gehobene Gastronomie, legte die Weichen für die erfolgreiche Wollverarbeitung.

So entstand die Marke Villgrater Natur. Das Beste aus Wolle. Das Beste aus der Natur. Die gewonnene Wolle wandert in Kissen und Decken, auf Wunsch sogar mit Zirbenholzspänen, deren Duft und ätherische Öle schlaffördernde Eigenschaften besitzen. Von der Wollfaser bis zur fertigen Decke oder Matratze stecken in allen Produkten viel Sorgfalt und Handarbeit. Und auch wenn aus dem traditionellen Handwerksbetrieb heute eine moderne Wollverarbeitung wurde, so sind die Ursprünge des Produktes, der Marke und deren Philosophie deutlich spürbar. Auf der Haut, im eigenen, kuschelig weichen Bett. Aber auch bei einer geführten Betriebsbesichtigung. Ein Ausflug ins Villgratental ist wie eine Reise in eine ursprüngliche, unverfälschte Welt.

© TirolWerbung | ANDRE SCHOENHERR

Und bei Hermann Huber, dem Käsespezialisten aus dem Paznaun? Bei ihm bündeln sich all die verschiedenen Kontraste Tirols besonders eindrücklich. Die prächtigen Huber Hotels, mit ihren Luxus- und Wellnessangeboten. Das ehrliche und ursprüngliche Landleben auf der Alm, mit anstrengender, aber erfüllender Handarbeit. Und der Geschmack, der Genuss, seiner prämierten Käsesorten. Da ist es, das Tiroler Herz. Tief in Herrmann Huber schlägt es. 

Text: Benni Sauer