Natürlich. Fast farblos. Schwer. Sogar schwerer als Gold. Platin ist eines der seltensten Edelmetalle der Welt – und nicht nur darum perfekt für die Schmuckwerk Manufaktur geeignet. Platin ist nämlich auch extrem haltbar und robust. Es behält seinen feinen Glanz, auch über Jahrzehnte. Aus Platin werden Schmuckstücke für die Ewigkeit.
Gold dagegen besticht vor allem durch die Farbe. Das warme Strahlen. Es ist relativ einfach zu verarbeiten und spielt in der Geschichte der Edelmetalle die bedeutendste aller Rollen: Bereits 4600 Jahre v. Chr. zog das Gold die Menschen schon in seinen Bann. Das belegen Grabfunde im alten Mesopotamien.
Neben Edelmetallen lässt sich sogar Glas in neue Formen bringen. Markus und Heike Schmidt tun genau das. Seit 30 Jahren. Im nordrhein-westfälischen Ratingen.
Die Wurzeln der Schmuckwerk Manufaktur liegen: In Südafrika! Als Achtzehnjähriger absolvierte Markus Schmidt in Port Elisabeth ein Praktikum bei seinen beiden Onkeln. Sie waren bereits erfahren in der Herstellung besonderer Schmuckstücke. Schmidt aber verliebte sich vor allem in den Glanz der Edelsteine und das Gewicht der Metalle. Eine Liebesgeschichte, wie er es nennt, die heute noch anhält.
Die Technik von damals? Schlicht und einfach. In weiten Teilen sogar noch wie vor einhundert Jahren. Die Verarbeitung von Edelmetallen und -steinen, ist auch heute noch traditionsverbunden. Anzestral. Doch gibt es auch Veränderung. Fortschritt!
Als Ein-Mann-Schmiede arbeitet sich Markus Schmidt aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Neue Fertigungsmethoden und Werkzeuge erobern in dieser Zeit den Schmuckmarkt. Das eröffnet dem kreativen Kopf völlig neue Möglichkeiten. Heute sind Laser, 3D-Drucker und Computer nicht mehr aus der Manufaktur wegzudenken. „Gelerntes und Bewährtes hinter sich zu lassen und völlig neue Wege zu gehen, war zunächst ungewohnt. Aber plötzlich war der Weg frei, um Ideen zu verwirklichen, deren Umsetzung vorher undenkbar gewesen wäre.“
Dennoch: Gold und Platin haben sich in den letzten 30 Jahren nicht verändert. Vieles in der Ratinger Schmuckmanufaktur erinnert daher noch an längst vergangene Zeiten. Allen voran das züngelnde Feuer, das am Anfang jedes Schmuckstückes den Elementen eine neue Form gibt.
Gold und Platin, aus dem Inneren der Erde. Elemente, entstanden, vor Milliarden von Jahren. Feinstes Glas, das mit Geduld und Erfahrung kristallklar das Licht der Sonne reflektiert. All diese Materialien bringen ihre Geschichte mit nach Ratingen. Und ihr Weg dorthin ist weit, weiß Markus Schmidt. Auf einer Weltreise besuchte er die Fundorte, überall auf dem Globus verteilt. Diamanten aus dem südlichen Afrika, Glas aus Österreich. Und natürlich Gold und Platin aus Südafrika. Auch wenn diese Orte weit entfernt liegen: Die Kontakte dorthin sind kurz. Es sei wichtig zu wissen, woher die Grundmaterialen kommen, merkt Schmidt an. Nur so könne daraus werden, was er sich vorstelle.
Oft sind das, was daraus werden kann, reine Visionen. Ideen. Manchmal aber bleibe es nicht dabei. Dann werde aus einer Vision Realität. Wie beim ALPENRING. Er trägt die gleißenden Gletscher, die luftigen Grate und die stillen Täler der Alpen in sich. Die Idee von MEINE WELT ist sogar noch größer. Gleich der ganze Globus als Schmuckstück – vielleicht sogar mit kleinem Brillanten, dort gefasst, wo die Erinnerung gerne zurückreißt? GLASKLAR präsentiert Brillanten scheinbar schwerelos in der Leichtigkeit einer makellosen Glaskugel. Fast wie der Traum vom Fliegen. Und dann die SATURN Kollektion, in Anlehnung an den Ringplanet. Eine Idee, wie der Blick in den Nachthimmel. Denn der Kettenring verändert immer wieder sein Aussehen, strahlt etwas Fesselndes, etwas Schönes, etwas nicht Greifbares aus. So könnte schon eine einzige Idee etwas Besonderes entstehen lassen. Wären da nicht geduldige, geübte und erfahrene Hände, die mit schier unendlichem Geschick das Unmögliche möglich machen.
Was das Goldschmieden angeht, gibt es bei der Schmuckwerk Manufaktur keine Arbeitsteilung. Von Anfang bis Ende. Vom Schmelzen und Walzen, bis zur Politur. Ein Schmuckstück durchwandert also in seinem Produktionszyklus nur ein einziges Paar Hände. Das hält die Produktqualität auf höchstem Niveau. Das verbindet. Und es erzählt eine Geschichte. Denn der letzte Arbeitsschritt ist bei jedem Schmuckstück das Einarbeiten des eigenen Signets, eine einfache Nummer. So ist immer abzulesen, welche Hände dieses Werk geschaffen haben. Übrigens: Die Nummer eins trägt Michael Heck. Er feiert das dreißigjährige Jubiläum gemeinsam mit Markus und Heike Schmidt, als Mitarbeiter der ersten Stunde.
Ideen hat Markus noch immer viele. „Wir richten unser Design nicht nach Trends oder aktuellen Strömungen aus. Wir entwerfen ausschließlich Schmuckstücke, die uns selber gefallen und begeistern. Und dann suchen wir Menschen, die genauso empfinden, wie wir – die unsere Faszination für Schmuck teilen.“ Doch selbst wenn eine Idee alle Hürden genommen hat, ist noch lange nicht entschieden, ob sie in die Schmuckwerk Kollektion aufgenommen wird. Denn erst dann werden Funktionalität, Trageerlebnis und Machbarkeit überprüft. Interessant wird es in Ratingen immer dann, wenn für die Realisation einer Idee die Entwicklung neuer Fertigungstechnologien notwendig werden. So wurde die Kollektion GLASKLAR ganze vier Jahre entwickelt, bis sie patentfähig war.
Immer wieder neu, so werden also mit Hand und Werk aus Metallen edle Schmuckstücke. Und so gelingt selbst der heikle Spagat zwischen Schmuck für jeden Tag und gelebter Verantwortung. Diese geht von einer sorgsamen Auswahl der Lieferanten, über Diamanten, die ausschließlich nach dem Kimberly-Prozess eingekauft werden, bis hin zu den Edelmetallen selbst, die, wo immer möglich, aus Recyclingprozessen gewonnen werden. So werden umweltschonend und nachhaltig produzierte Schmuckstücke garantiert. Auch so eine Idee. Auch so eine Vision.
Autor: Benni Sauer