Kraftplatz, Kraftsinn, KRAFTalm!

Mitten im Skigebiet der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental auf 1.355 m Seehöhe. Mitten in herrlichem Wandergelände, der wunderschönen Alpennatur, wo früher nur eine einfache Alphütte stand, mit einem Stadel, ein paar Weiden und etwas Wald. Da thront heute ein neueröffnetes Almhotel. Dass es ein echtes Unikat ist, etwas ganz Besonderes, das erkennt man schon von weitem. Aber erst ein Blick hinter die Holzfassade, in die gemütlich urigen Zimmer, in die erstklassige Küche, aus den großen Panoramafenstern und in die Augen der Betreiberfamilie, zeigt, welch kräftige Herzen hier wirklich schlagen.

Hier geht es einzig allein um Berge spüren und Mensch sein.
Woher die KRAFTalm ihren Namen hat, ist selbsterklärend. Zumindest könnte man das meinen, wenn man hier, hoch oben und weit über den Tälern, im Morgenlicht steht und einen tiefen Zug der kühlen, frischen Bergluft nimmt. Woher die Kraftalm ihren Namen aber in Wirklichkeit hat, dazu später mehr. Denn wichtig für alle Besucher dieses Ortes, ist es zunächst einmal, ebendiese Kraft zu spüren, was einem übrigens wirklich ausgesprochen einfach gemacht wird. Und das, obwohl das Hotel nicht einmal
mit dem Auto erreichbar ist. Oder vielleicht viel mehr, weil die Kraftalm nicht mit dem Auto erreichbar ist? Berg.Mensch.

Gäste erreichen den Ruhepol natürlich dennoch mühelos: Die Seilbahn machts möglich. Von Itter, nur einige Kilometer östlich von Wörgl, schwebt man still herauf und bekommt schon aus der Kabine heraus einen Vorgeschmack geboten – wenn sich im Norden der mächtige Wilde Kaiser erhebt. Ein imposanter Ausblick, wahrlich zum Dahinträumen, den man von nun an immer im Auge haben wird. Zum Beispiel, wenn man nach einem Tag auf den 284 Pistenkilometern der Region in der Sauna relaxt wird. Oder im Infinity-Pool. Oder aus dem Ruheraum, dem stillsten Ort der KRAFTalm. Ski in – Ski out. Direkt vor den Türen des Hauses kann man sich nämlich die Ski unter die Schuhe klicken und ebenso schnell gelangt man vom Wintersporterlebnis der Extraklasse wieder zurück in die Wärme und Gemütlichkeit. Alm.Wellness. 

Vielleicht genießt man aber auch das Panorama ganz einfach aus einem der insgesamt 29 Zimmer. Richtig, das sind in der Tat nicht sehr viele dafür umso besonderer. Auch hier lohnt sich wieder ein genauerer Blick: Jedes Zimmer ist anders, klein, aber fein. Mit altem und neuem Holz. Im urig modernen Stil. Und Ausblick in die Bergwelt. Von den Kitzbüheler Alpen bis zum Wilden Kaiser.

Essen hält Leib und Seele zusammen.
Die KRAFTalm ist ein vielfältiges Haus, soviel steht fest. Das spürt man nicht nur in den Zimmern oder draußen in der Natur, nein, das spürt (und schmeckt) man sogar am Tisch! Ganz egal ob draußen auf der Sonnenterrasse, oder drinnen, im gemütlich stylischen Ambiente: jeder findet sein schönstes Platzerl und dazu gleich auch seine Lieblingsspeise. Von typisch tirolerisch über heimischen Fisch, bis hin zu Omi‘s Erdäpfel-Topfenbladl und dem legendären „Kasfleischkas“ – die KRAFTalm macht nicht nur satt, sondern vor allem glücklich! Alm.Kulinarik.

Dafür sorgen natürlich einerseits ausgewählte Zutaten von heimischen Produzenten. Andrerseits ist es aber auch die Inspiration vom Berg und der Natur selbst. Bewusst regional und vor allem: authentisch! Denn einmal mehr mischt hier eine angenehme Bodenständigkeit mit. Wenn der Fisch aus dem eigenen Teich mal etwas kleiner ist, dann ist das kein Beinbruch, sondern mindestens genau so lecker, wie der größere auf dem Teller nebenan! Berg.Leben.

Manchmal hat man einfach großes Glück im Leben!
Skihütte und Almhotel. Wellnessoase und Basecamp für Bergsportler. Eine Kombination, die sich sehen lassen kann. Aber auch eine Kombination, die erst einmal gefunden, verknüpft und geschaffen werden muss. Dabei war der Ort schon vor mehr als einhundert Jahren ein Platz zum Krafttanken. Sechs kleine Zimmerlein gab es damals hier oben. Im damaligen Kaufvertrag ist die Rede von “sechs, zur Fremdenherberge eingerichteten, Kammern”. Weiter heißt es, und dabei kann man sich ruhig die Liebe und Herzlichkeit auf der Zunge zergehen lassen: „Kammern, bestehend in je zwei aufgerichteten Betten samt Matratzen, Decken und Polstern und der hiezu erforderlichen Bettwäsche, je zwei Nachtkästen, je einer Waschgarnitur, einem harthölzernen großen Tische mit zugehörigen sechs Stühlen, einem Geschirrkasten mit dem für zwölf Personen berechneten Porzellan- und Glasgeschirr, Essbestecken und Küchengeräten, der nötigen Hauswäsche, ferners Bildern, Büchern und Zeitschriften, zwei großen Stehlampen, Fahnen und neben der offenen Feuerstelle vorhandenen Sparherd samt Holzkiste.“ Wer damals schon hier oben Mensch sein durfte, hatte vor allem eines: Großes Glück!

Menschen, die dir immer zur Seite stehen!
Die junge Frau, die auf der KRAFTalm aus erlesenen Zutaten echte Spezialitäten zaubert, heißt übrigens Evelyn. Bodenständig und pfiffig entwickelt sie traditionelle Rezepte aus Österreich und Familiengeheimnisse von Omi Greti weiter und würzt diese mit einem Hauch Zeitgeist. Bei einigen der besten Köche Österreichs lernte die 26 Jahre junge Köchin. Und das schmeckt, sieht und spürt man!

Ihre große Schwester, Marion ist ihr Name, ist die junge Touristikerin im Hause. An den Zillertaler Tourismusschulen hat sie die beste Ausbildung genossen. Verliebt in die Bergwelt und vor allem den Wilden Kaiser, hat sie viele Jahre dort beim Tourismusverband gearbeitet. Doch war und bleibt es die KRAFTalm, für die Marions Herz schlägt. 

Die Eltern der zwei sympathischen Damen: Christl und Jakob. Sie sind mehr als nur die guten Seelen des Hauses. Sie sind Beständigkeit und Ruhe, der eine kümmert sich mit Herz und Verstand um die Gäste sowie die Kleinigkeiten die auf der Alm eben so anfallen. Die andere ist für die Wohlfühlatmosphäre zuständig. Und zwar bis ins kleinste Detail. 

Ach ja, Nachnamen haben die Betreiber der KRAFTalm natürlich auch. Hölzl. Das sei aber nur am Rande erwähnt. Auf der KRAFTalm pflegt man nämlich einen persönlichen und ganz direkten Umgang. Nachnamen braucht man nicht. Ein Du reicht vollkommen.

Aber wenn wir schon bei Namen sind: Marion und Evelyn führen die KRAFTalm nun schon in fünfter Generation. Noch vor Christl und Jakob bewirtschafteten Margreth und der Schwiegervater Jakob Stöckl den Betrieb. Vor ihnen taten dies Maria und Andreas. Und vor ihnen, tat dies wiederum Maria und Jakob. Ur-Ur-Oma und Opa von Evelyn und Marion. 

Maria und Jakob, die beiden mutigen Pioniere, wurden damals, als sie vor mehr als einhundert Jahren den oben erwähnten Kaufvertrag unterzeichneten, für ihren kühnen Plan vielleicht belächelt. Doch sie brachten einen Stein ins Rollen, der heute noch rollt. Als sie eine kleine Alm kauften, die lange Zeit im Besitz der Kufsteiner Familie Karl Kraft war. Kraft.Alm.

Text: Benni Sauer
Bilder: © defrancesco